Wearables – Risiko oder Chance für das eigene Unternehmen?

Wie Smartwatch, Datenbrille und Co die Arbeitswelt verändern

Wearables, Arbeitswelt

Während die breitflächige Nutzung von Wearables im privaten Bereich hinter den Erwartungen zurück bleibt, werden Smart Devices in Firmen zukünftig stärker in die Unternehmensabläufe integriert.1 Bereits heute setzen 44 Prozent der im Rahmen einer IDC-Studie2 befragten Firmen sie für eine Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) ein und sehen sie als neues Element im Bereich Sicherheit. Das können sie auch sein – aber wirklich nur im positiven Sinne?

Schätzungen der IDC zufolge sind bis Ende 2014 in Deutschland rund 3 Millionen Wearables über den Ladentisch gegangen. Bis 2018 sollen es etwa 8 Millionen sein. Streng genommen ist das im Vergleich zum Absatz von Smartphones in deren Erscheinungsjahr nicht gerade viel. Laut statista.com wurden im Jahr 2007 insgesamt 122 Mio. der intelligenten Mobiltelefone verkauft.
Inzwischen haben die meisten Firmen im Zusammenhang mit BYOD eine funktionierende IT-Security auf die Beine gestellt. Allerdings steht man nun mit Wearables wieder am gleichen Punkt, wie vor einigen Jahren mit den ersten Smartphones: Die Unternehmen stellen keinen gleichwertigen Ersatz zur Verfügung, daher werden Geschäftsangelegenheiten wie beispielsweise E-Mails oder die Organisation von Terminkalendern vom privaten Device aus erledigt. Das sorgt schließlich für massive Sicherheitslecks in der IT-Security.

Momentan versuchen viele der intelligenten Helferlein, wie Smartwatch oder Datenbrille, noch auf das Funknetz des Mobiltelefons zuzugreifen – immerhin sollen sie nur einen unterstützenden Effekt haben. Andererseits rüsten einige Hersteller wie Samsung oder LG ihre Smart Devices bereits mit eigenen SIM-Karten und separatem Zugang zum Internet aus. Dieser Schritt bedeutet allerdings auch, die Geräte zu vollwertigen Endpunkten zu machen, auf die es in der IT-Abteilung zu reagieren gilt.

Die vierte industrielle Revolution vor Augen

Neben den sicherheitskritischen Aspekten bieten die Wearables jedoch auch die Aussicht auf viele Chancen, welche die Unternehmensabläufe optimieren können. Erste Pilotprojekte binden Smartwatches in die Fertigung ein, um Mitarbeiter am Band zum Beispiel über Besonderheiten des nächsten Werkstücks zu informieren.3
Auch Datenbrillen sollen künftig vermehrt eingesetzt werden. Der anfängliche Hype um die Google Glass endete genauso schnell, wie er entstand, nachdem es zu datenschutzrechtlichen Debatten kam. Einem Artikel der österreichischen Zeitung „Der Standard“ zufolge sind Brillenhersteller der Überzeugung, dass diese Datenbrillen, oder Head Mounted Displays (HMD), im professionellen Bereich eingesetzt werden sollten. Hier können die HMDs einen großen Schritt in Richtung Industrie 4.0 bedeuten. Mit Hilfe der Datenbrillen erhalten beispielsweise Techniker jederzeit relevante Fertigungsdaten, Kapazitäten oder Fehlermeldungen, wenn sie die jeweiligen Maschinen nur anschauen. Für Planer könnten die Brillen Schnittstellen zu CAD-Tools oder in der Cloud abgespeicherten Blaupausen darstellen – die benötigten Informationen würden dann einfach in das Sichtfeld projiziert.4

Eine übersichtliche Auflistung der Fakten, Chancen und Risiken der Einbettung von Wearables in Unternehmen finden Sie in dieser Infografik:

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