Sicherheitsbedenken hemmen mobile Arbeitswelt

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Werte Fahrgäste: Der vor Ihnen befindliche Arbeitstag…

S-Bahn Gespräch IT-Sicherheit

Ich bin auf dem Weg zur Arbeit, als der Zug mitten auf der Strecke stehen bleibt. Das dritte Mal in zwei Wochen. Und ich höre die gefürchtete Durchsage: „Werte Fahrgäste, aufgrund einer technischen Störung verzögert sich unsere Weiterfahrt um einige Minuten.“ Sofort wird es unruhig im Abteil…

Herr im Anzug (schaut auf sein Smartphone): …und das ausgerechnet im Funkloch!

Ich (nicke zustimmend): Ja, meine Frau glaubt schon, ich habe eine Affäre, weil ich abends immer wieder später nach Hause komme.

Herr im Anzug: Mit Netz könnte man zumindest schon mal ein paar Mails beantworten. Dann müssten wenigstens die Kollegen nicht so lange warten. Aber ohne, keine Chance!

Ich: Netzkommissar Oettinger will’s ja richten…

Herr im Anzug: Klar und der BER eröffnet nächste Woche.

Ich (seufze): Naja, selbst wenn...unsere IT-Abteilung mauert sowieso gegen mobilen Zugriff auf Unternehmensdaten.

Herr im Anzug: Wieso denn das?

Ich (rolle mit den Augen): Sicherheitsbedenken.

Herr im Anzug: Ach, das muss man nur richtig anpacken! Seit in meiner Abteilung jeder ein Firmen-Smartphone hat, geht vieles schneller und einfacher. Vor allem auf Geschäftsreisen.

Ich: Aber was das kostet! Die Geräte müssen ja erstmal angeschafft werden.

Herr im Anzug: Nicht unbedingt. Heute hat doch jeder privat so ein Teil. Das kann man doch auch geschäftlich nutzen. Hat auch den Vorteil, dass man nicht wie ich immer mehrere Geräte mit sich rumschleppt.

Ich: Aber das ist dann ja noch unsicherer.

Herr im Anzug: Nicht unbedingt. Mein Bekannter musste damals einfach sein Handy bei der IT-Abteilung abgeben. Die haben dann was gemacht, damit private und geschäftliche Daten getrennt bleiben. Ich glaube Containering haben sie das genannt.

Ich: Na wenn das so ist, können unsere ITler das sicher auch.

Herr im Anzug: Es lohnt sich. Alle Welt wird immer mobiler. Da kann es nicht so falsch sein, frühzeitig die nötige Infrastruktur aufzubauen, um den Anschluss nicht zu verpassen.

Ich: Apropos Anschluss verpassen…wenn wir nicht bald weiter fahren ist meiner weg. Und dann darf ich auch noch am Bahnhof eine halbe Stunde warten.

Herr im Anzug: Na, am Bahnhof hat man wenigstens Netz und kann arbeiten. (lacht) Oh Pardon, sie ja leider nicht…

 


 

Bildquelle: © Sergey Nivens - Fotolia

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