Lizenzverwaltung fordert ITler im mobilen Zeitalter besonders

Wie einen Sack Flöhe hüten

Lizenzmanagement

87 Prozent aller Geschäftsleute nutzen zusätzlich zum PC mindestens ein Mobilgerät. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Marktforschungsunternehmen EMA.1 IT-Abteilungen stellt das vor neue Herausforderungen. Denn anders als bei festen Arbeitsplätzen, sind Geräte nun beweglich, und wandern mit dem jeweiligen Besitzer. Das ein oder andere geht auf seinem Weg auch schon mal verloren. Die darauf installierte Software- und Datenbank-Lizenzen gut im Blick zu haben ist wichtig, denn ungenutzt binden diese IT-Budget, das sinnvoller eingesetzt werden könnte.

Laut Bericht des Bundesrechnungshofes verwendete beispielsweise das Bundesinnenministerium Steuergelder darauf, 1600 Datenbank-Lizenzen zu kaufen, die am Bedarf vorbei gehen. Selbst fünf Jahre nach ihrer Anschaffung wurden gerade Mal 232 Lizenzen davon effektiv genutzt. Mangelnde Kommunikation und fehlende Absprachen verursachen auch in Unternehmen unnötige Kosten. Ein Problem, das auch IT-Abteilungen mehr denn je betrifft.

Teurer Trend

Immer häufiger versorgen sich Fachabteilung in Eigenregie mit Computern und Software. 2015 hat laut IDC Enterprise-Mobility-Studie bereits jeder zweite Fachbereich ein eigenes Mobility-Budget. Ohne Überwachung entwickelt sich dieser Trend rasch zum Sack Flöhe, denn leicht kommt es zu unnötigen Mehrfachanschaffungen und Überlizenzierungen. Aber auch wenn die zentrale Zuständigkeit bei der IT-Abteilung liegt, fehlt oft der nötige Überblick. Wie sieht es z.B. in Ihrem Unternehmen aus?

  • Welche Lizenzen sind in Umlauf?
  • Auf welchen Geräten befinden sich die Lizenzen?
  • Sind Geräte und Software noch im Einsatz?
  • Was ist der tatsächliche Bedarf der Geräteinhaber?

Das sind nur einige Fragen, deren Antworten der IT-Abteilung bekannt sein sollten. Andernfalls ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass unnötige Kosten anfallen. Sei es durch in Vergessenheit geratene Geräte oder redundante, überflüssige und ungenutzte Software. Mit einer sauberen Bestandsaufnahme und Geräteverwaltung ist das leicht zu verhindern. Softwarelizenzen lassen sich frühzeitig kündigen und ungenutzte Geräten anstatt einer Neuanschaffung reaktivieren. Je nach Unternehmensgröße genügt dafür schon eine Excel-Tabelle. Bei größeren Unternehmen erleichtern Tools für das Mobile-Device-Management (MDM) mit einer integrierten Lizenzverwaltung diese Arbeit oder übernehmen diese sogar vollständig.

 


 

[1] Enterprise Management Associates, EMA Research Report: Enabling Unified Endpoint and Service Management for a Mobile Workforce, 2014, S. 7
Bildquelle: © denphumi/istock.com

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