Apps für die Verwaltung machen Bürgern das Leben leichter

Mobile Government: Kommunen machen mobil

Mobile Verwaltung, App, businessheute

Apps von Behörden leisten inzwischen wesentlich mehr als nur Öffnungszeiten anzeigen oder Fahrplandaten bereitstellen. Bürger können heute Sozialleistungen beantragen, ohne dass sie sich auf den Weg ins Rathaus machen müssen oder über die Zukunft ihrer Gemeinde abstimmen, ohne eine Bürgerversammlung zu besuchen. Noch nutzen allerdings wenige Smartphone-Besitzer die vorhandenen Angebote.   

Den Fahrplan für die S-Bahn abrufen, die Öffnungszeiten vom Bürgerbüro nachschauen, Informationen zu kommunalen Freizeitangeboten einholen – das sind die drei beliebtesten Mobile-Government-Angebote von deutschen Smartphone-Nutzern.1 Allerdings bietet keines dieser Angebote einen konkreten mobilen Mehrwert. Dabei bringen Apps für die öffentliche Verwaltung vielerlei Nutzen mit sich – sowohl für die Bürger einer Kommune als auch für die Verwaltung selbst (siehe Infografik). In Brüssel beispielsweise können Einwohner per App Schlaglöcher oder defekte Straßenlaternen an die Stadtverwaltung melden. In Jefferson City haben Sozialarbeiter von unterwegs Zugriff auf das Vorstrafenregister von Einwohnern und können sich so – falls nötig – von einem Polizeibeamten begleiten lassen, wenn sie einen Hausbesuch machen. In Chicago weist eine mobile App Autofahrern den Weg zum günstigsten verfügbaren Parkplatz in der Nähe.

Auch in Deutschland gibt es vergleichbare Angebote – in Saarbrücken, Ulm, Stuttgart und anderen Kommunen. Und die Zoll-App des Finanzministeriums ist ein gelungenes Beispiel für ein nützliches und zugleich anwenderfreundliches Behörden-Angebot. Nur genutzt werden solche Apps – gemessen an der Zahl der Smartphone-Besitzer hierzulande – bislang kaum. Schon bei den klassischen Online-Angeboten von Kommunen, Gemeinden und öffentlichen Einrichtungen hinkt Deutschland mit einer Nutzerquote von 39 Prozent deutlich hinter seinen Nachbarn Österreich (73 Prozent) und der Schweiz (69 Prozent) her.2 Beim Thema Mobile Government landet es in einer anderen Studie gar auf dem letzten Platz.3 Die Gründe für die Zurückhaltung sind auf beiden Seiten zu suchen: Auf Seiten der Behörden, deren Angebote Nutzerfreundlichkeit vermissen lassen und die zudem kaum aktiv beworben werden.

Aber auch die deutschen Nutzer scheinen im Vergleich mit ihren europäischen Nachbarn in Schweden, der Schweiz oder Österreich eher zurückhaltend beim Thema Mobile Government. 49 Prozent glauben, dass Handys und Tablets bei Behördenangelegenheiten künftig eine wichtige Rolle spielen werden. In Österreich und der Schweiz sind es fast 20 Prozent mehr.4 Nur zehn Prozent haben schon einmal ein Ticket für öffentliche Verkehrsmittel per Smartphone gebucht. Noch weniger Deutsche reservieren ihr Wunschkennzeichen per Handy oder nutzen den mobilen Medienverleih ihrer Bibliothek.

Dabei zeigt ein Blick auf unsere Nachbarn, dass mobile Apps deutliche Verbesserungen mit sich bringen – und zwar sowohl für die Behörde selbst als auch für die Bürger einer Kommune. Was Apps im kommunalen Umfeld leisten können, fasst die Übersichtsgrafik „Mobile Government – Nutzen für Behörden und Bürger“ zusammen.

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Wie sich diese Vorteile in ganz konkreten Zahlen niederschlagen, zeigt die Infografik „Mobile Government – Zahlen und Fakten“.

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[1] Statista: Nutzung von Mobile-Government-Angeboten in Deutschland 2015
[2] eGovernment Monitor 2015
[3] Statista: Nutzung von Mobile-Government-Angeboten im Ländervergleich
[4] eGovernment Monitor 2015

Bildquelle: (c) Andrey Popov, Fotolia

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