Smart and safe – schnelle erste Hilfe dank IoT

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Wie nützlich das Internet of Things in Notfällen sein kann

Polizei, Smart City, erste Hilfe, businessheute

WLAN in der Fußgängerzone, ein Bluetooth-fähiger Bürgersteig – alles Zukunftsmusik? Welche Vorteile die Möglichkeit zur Vernetzung von Menschen mithilfe intelligenter Systeme bietet, gerade auch in unübersichtlichen und brenzligen Situationen, wird unterschätzt. Dabei ist es besonders in Notfällen wichtig, dass schnell und richtig gehandelt wird. Im Idealfall ist die erste Hilfe automatisch, präzise und nicht an umständliche Abläufe gebunden. Wie hier Internet of Things und öffentlicher Sektor stärker zusammenarbeiten können, soll anhand zweier Beispiele im Folgenden gezeigt werden.

1. Gunfire Locator – einfach schneller am Einsatzort

Eine Schießerei dauert durchschnittlich zwölf Minuten, wobei erst nach drei bis fünf Minuten ein Notruf bei den Rettungskräften eintrifft.1 Im IoT-Zeitalter erkennen akustische Sensoren, die mit einer Ton-Analyse-Software ausgestattet sind, Schussgeräusche und melden den genauen Ort des Vorfalls direkt der nächsten Polizeidienststelle. Damit kann die Reaktionszeit der Einsatzkräfte erheblich verkürzt werden, denn der automatisch ausgelöste Alarm macht einen Notruf unnötig. Außerdem lassen sich so Scherzanrufe ausschließen. Mit diesem sogenannten „Gunfire Locator“ bekommt die Polizei auch eine Angabe über die Anzahl der Schüsse bzw. Schützen. Diese Informationen werden während des Einsatzes ständig aktualisiert. Die Polizisten treffen also nicht unvorbereitet am Einsatzort ein, sondern können sich im Vorfeld auf verschieden Szenarien einstellen.

Werden diese Daten um die Informationen weiterer Sensoren und Kameras ergänzt, können sogar Muster hergestellt werden, die eine Vorhersage eines Verbrechens ermöglichen. Dafür wird ausgewertet, wann, wo und unter welchen Umständen Schüsse fielen.2 In Camden kam bei einer solchen Auswertung beispielsweise heraus, dass 38 Prozent der Schüsse, die tatsächlich in einem bestimmten Gebiet fielen, nicht an die Polizei weitergegeben wurden.3 Obwohl sich dies nach einem spezifisch amerikanischen Problem anhört, lässt sich eine solche Technologie auf europäische Bedürfnisse anwenden, gerade auch im Rückblick auf Ereignisse wie die Pariser Anschläge. Dadurch lässt sich die öffentliche Sicherheit über eine intelligente Vernetzung verschiedener Informationsquellen im Internet of Things bereits smarter gestalten, wenn diese Techniken beispielsweise in Schulen, Universitäten, in Räumlichkeiten der öffentlichen Verwaltung sowie in öffentlichen Verkehrsmitteln eingesetzt werden. Der Clou dieser Systeme ist, dass dieser Service unabhängig von der technischen Infrastruktur der jeweiligen Institution unkompliziert als Cloud-basierter Service angeboten wird. Die Systeme sind insoweit intelligent, als dass sie nur dann in Aktion treten, wenn es sich tatsächlich um einen Bedrohungsfall handelt.

Wie auf dieser Grundlage mithilfe weiterer, unterschiedlicher Datenanalysen das Verhalten von Polizisten im Ernstfall verbessert wird, erfahren Sie in unserer Infografik.

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2. Citizen Superhero: Die App für mehr Helden unter Mitbürgern

Geht im US-amerikanischen Bundestaat Kentucky ein Notruf über die 911 ein, werden automatisch Benachrichtigungen an Personen mit einer entsprechenden App, wie etwa der PulsePoint Respond App, ausgesendet, die sich in unmittelbarer Nähe des Unglücksorts befinden und über Kenntnisse in erster Hilfe verfügen. Sie werden über ihr Smartphone in Echtzeit über den genauen Notfallort sowie über den nächsten Standort eines mit einem Geotag versehenen Defibrillators informiert.4 Durch diese schnelle Hilfe kann die Sauerstoffversorgung von Gehirn und Herz aufrechterhalten werden, bis die Rettungskräfte eintreffen.5 Eine derartige IoT-Infrastruktur ist auch für deutsche Städte denkbar, um die Versorgung im Notfall besser koordinieren und beschleunigen zu können. Dazu müssten sich öffentlicher Sektor und Notfalldienste sowie die entsprechenden Helfer besser vernetzen und etwa öffentliche, gemeinsam nutzbare Cloud-Dienste aufbauen. Die Bereitschaft zu helfen ist sicherlich vorhanden.

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