Internet of Things im Handel: Teil 2 – Umsetzung

Einkaufserlebnisse kosten, rechnen sich aber

IoT, Handel, CRM, businessheute

Die Potenziale des Internet of Things (IoT) sind groß, die dafür notwendigen Investitionen in neue Systeme und Lösungen ebenfalls. Intelligente, modular nutzbare Hard- und Software – etwa in Form von Cloud-Services –, aber auch Consulting-Dienstleistungen können eine Antwort auf dieses Dilemma sein.

Ein jeder, wie er kann: Das gilt auch für den Einsatz von IoT-Technologien im Handel. Während große, international aufgestellte Handelsketten mit Investitionen nicht geizen müssen, können sich kleinere Ladengeschäfte oder auch ganze Märkte, zum Beispiel in aufstrebenden Regionen wie etwa Indien oder Südamerika, derartige Ausgaben nicht leisten.

Faktor Mensch im Wandel

Die Adaption des IoT im Handel wird McKinsey zufolge also unterschiedlich schnell verlaufen. Der Technologie-Topf, aus welchem die Anwender sich bedienen können, ist allerdings derselbe: Der setzt sich nämlich aus Cloud-Angeboten wie Platform as a Service (PaaS) oder Infrastructure as a Service (IaaS) zusammen. Verschiebt sich der Fokus im Zuge des IoT vom Technologie-Aspekt hin zum Faktor Mensch, wird weltweit folgendes gelten: Die Anforderungen an das Personal verändern sich. Mitarbeiter bleiben nach wie vor der direkte Ansprechpartner für Kunden, holen auch in Zukunft Waren aus dem Lager und platzieren diese strategisch sinnvoll im Laden. Daneben gewinnt aber ein smartes Customer-Relationship-Management-System (CRM) immer mehr an Bedeutung, das die Kundenwünsche und -anforderungen am besten schon vorher kennt. Denn wenn sich Kunden individuell betreut und damit gut aufgehoben fühlen, gibt es für sie keinen Anlass, woanders hinzugehen. Kundenbindung und deren Pflege sind also mitentscheidend für den Erfolg eines Händlers.

Stationärer Handel unter Zugzwang

Und es wird höchste Zeit für derartige Initiativen: Das Institut für Handelsforschung Köln (IFH) hat 33.000 Menschen in den deutschen Innenstädten befragt und nun der Branche erneut eine schon lang bekannte und gefürchtete Antwort geliefert: Jeder Fünfte komme seltener zum Einkaufen in die Innenstädte, weil er seine Waren und Lieblingsprodukte lieber online bestellt.

Steigende Budgets für IT-Einsatz

Vor diesem Hintergrund ist es eine gute Nachricht, dass die IT-Budgets steigen. Denn dieser Trend lässt sich als positiver Indikator für eine wachsende Bedeutung von IT-Systemen in der Branche betrachten. Laut der EHI-Studie „IT-Trends im Handel 2015“  erwarten 40 Prozent der Unternehmen – entsprechend den vermehrten Anforderungen – in den nächsten Jahren steigende IT-Budgets. Im Vergleich zu 2013 sind die Budgets bereits jetzt deutlich auf durchschnittlich 1,24 Prozent vom Nettoumsatz gestiegen.

IT-Budget

Mobile treibt Innovationen

Mobile Anwendungen stehen für 57 Prozent ebenfalls ganz oben auf der Liste der Technologietrends. Dies schlägt sich auch in den Projekten nieder: Ein knappes Viertel der Befragten hat mobile Systeme für Mitarbeiter im Store im Fokus. 17 Prozent feilen an mobilen Lösungen für ihre Kunden. Auch das Thema Mobile Payment ist mit 26 Prozent der Nennungen ein Bereich, der sehr interessiert beobachtet wird. Viele Händler erhoffen sich hier eine Beschleunigung der Kassendurchlaufzeiten. Auch die Möglichkeiten der Verbindung mit Loyalty-Programmen oder gegebenenfalls Händler-Apps bergen Potenziale.

Welche Kernthemen für den Handel sowohl strategisch als auch IT-seitig wichtig sind und worauf die Branche bei der Umsetzung von IoT-Projekten achten muss, können Sie in der Checkliste nachlesen.

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(1) IFH Köln, Umfrage: Schulnote 3 plus für deutsche Innenstädte, 2015

(2) EHI, IT: Budgets steigend, Spezialisten gesucht, 2015: CIOs und IT-Leiter von insgesamt 95 Handelsunternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz wurden in persönlichen Interviews zu Projekten, Trends und Investitionsprioritäten befragt. Die interviewten Einzelhändler stehen für insgesamt über 300 Milliarden Euro Unternehmensumsatz.

Bildquelle: (c) Gajus, Fotolia
Grafik Quelle: EHI Retail Institute, „IT: Budgets steigend, Spezialisten gesucht“, 2015

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