Internet of Things im Handel: Teil 1 – Potenziale

Ladenhüter wird wieder Shopping-Tempel

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Es sind nach wie vor spannende Zeiten für den Handel, insbesondere für das stationäre Ladengeschäft: In den letzten Jahren oft abgehängt von Internet und E-Commerce, bringt der technologische Wandel nun wieder Schwung in die einst angestaubten Verkaufsläden. Dadurch wird allerdings auch das Kundenverhältnis komplexer.

Ein glücklicher Kunde ist ein zahlender Kunde – und glücklich wird der Kunde zum Beispiel durch ein bequemes und einfaches Einkaufserlebnis, das ihn und seine Wünsche in den Mittelpunkt stellt. Dies lässt sich folgendermaßen erreichen: Systeme, die über das Internet of Things (IoT) vernetzt sind, „erkennen“ Kunden aufgrund ihrer Mobilfunkanbindung schon beim Betreten des Ladens. Mittels innovativer Indoor-Navigation leiten sie die Käufer zu exakt den Produkten, die sie sich im Vorfeld online bereits angesehen haben. Und 3, 2, 1 – schon gehören Schuhe oder Tablet dem Kunden.

Online vs. stationärer Kauf

Mobile Technologien wirken direkt auf das Einkaufsverhalten

Weitere wichtige Punkte im Kampf mit Konkurrent E-Commerce liefern Rabattangebote, die Kunden direkt auf ihre Mobile Devices geschickt bekommen – und zwar genau dann, wenn sie im Laden stehen. So profitieren Kunden von einem ganz neuen Einkaufserlebnis und lernen das (persönliche) Einkaufen im Laden gegenüber dem (anonymen) Shoppen im Internet wieder mehr schätzen. Als Ergebnis lässt sich also festhalten: Die neuen, digitalen Technologien nutzen beiden Seiten.

Komfortablere Bezahlmöglichkeiten – auch für Deutschland

Einige neue Anwendungen finden sich bei der Kaufabwicklung. Denn die entwickelt sich im Moment weiter – weg von des Deutschen hoch geschätzten Bargeld und EC-Karte, hin zum automatischen Bezahlen via Sensor. Dieser ist nämlich direkt am Produkt angebracht. Wenn der Kunde den Laden verlässt, wird der Betrag via Self-Checkout-System an das Kassensystem gemeldet und die Summe automatisch abgebucht – bequemer geht es kaum. Vor allem in den USA verbreitet sich das mobile Bezahlen im Moment sehr schnell und immer mehr Kunden nutzen dafür ihren liebsten Begleiter, das Smartphone. Ein Beispiel hierfür ist das kontaktlose Bezahlen mit Apple Pay auf Basis von NFC-Technologie. Dies bringt nicht nur erhebliche Effizienzvorteile mit sich, sondern kann die Kundenbindung auch im Laden weiter steigern. McKinsey1 schätzt, dass sich durch die neuen Techniken bis zu drei Viertel der Kassenkräfte einsparen ließen.

Beobachten, was gefällt – und daraus lernen

Der stationäre Handel kann aber noch kundenfreundlicher gestaltet und das Inventar noch besser platziert werden. Denn wer die Kundenbewegungen im Geschäft mittels miteinander vernetzter Geräte sowie Sensoren genau beobachtet, kann Produkte im Nachgang noch kundenfreundlicher und auffälliger positionieren. Über eine Vernetzung im IoT wird dies möglich. Auch der Warenbestand lässt sich auf diesem Weg besser kalkulieren, wenn das Kaufverhalten kontinuierlich ausgewertet wird. Dies vermeidet unnötige Leerstände oder Warenstaus. Ebenfalls verringern sich aufwändige und damit teure Logistikprozesse durch eine besser aufeinander abgestimmte Transport- und Lagersteuerung. Dank Echtzeit-Monitoring werden Nachbestellungen automatisch angestoßen, wodurch Lagermitarbeiter und Verkaufspersonal eine optimale Unterstützung erhalten.

Umsatztreiber IoT-Anwendungen

Von der Vernetzung über das Internet of Things  profitiert nicht nur der Einzelhandel. Die Vorteile gelten auch für andere Einsatzgebiete, wie etwa die „klassische“ IoT-Branche Industrielle Produktion: Dort gibt es zwar kein Verkaufspersonal, aber Mitarbeiter an Fertigungslinien, deren tägliche Arbeit dank miteinander vernetzter Maschinen leichter und schneller vonstattengeht.  Denn wenn Maschine A Maschine B zeitnah mitteilt, dass ihre Bauteile in 30 Minuten ausgehen, sind zeit- und kostenintensive Produktionsverzögerungen endlich Geschichte. Dies lässt nur einen Schluss zu: Die Chancen des IoT sind zahlreich und zielen nicht allein auf Online-Player im Handel ab.

Branche setzt immer mehr IT-Projekte um

Studien, die das Potenzial weiter verdeutlichen, lesen sich wie folgt: Automatische Kassensysteme, eine digitalisierte Laden- und Lagergestaltung sowie für Kundenbindungs- und Rabattaktionen genutzte Smartphones ermöglichen ein besseres Kundenverständnis, individuelle Einkaufserlebnisse, bedarfsgerechte Werbemaßnahmen, höhere Verkäufe und geringere Wartezeiten. Laut McKinsey schlummern hier künftige Umsätze von etwa 1,2 Billionen Dollar.2 Die dafür notwendige Technik ist vorhanden, etwa in Form von Lösungen für eine schnelle und hochprofessionelle App-Entwicklung.

strategische IT-Projekte

Wie IoT-Lösungen die Branche Handel und vor allem den stationären Handel dabei unterstützen können, wichtige Kernthemen professionell umzusetzen, können Sie anhand einer beispielhaften App-Entwicklung hier testen.

Das folgende Factsheet zeigt ergänzend und komprimiert auf einen Blick, was sich ändert – heute und in Zukunft.

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