Einigen Vorurteilen zum Trotz: Cloud Computing reduziert Kosten

Die Rechnung geht (meistens) auf

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Die digitale Transformation beschäftigt Unternehmen jeglicher Größe. Ein Weg dorthin sind Cloud Services. Der Cloud-Monitor 20151 zeigt, dass die Technologie zwar von immer mehr Anwendern genutzt wird, Deutschland im internationalen Vergleich aber noch hinterherhinkt. Und das, obwohl sich der Einsatz rechnet – wenn Unternehmen vorab Kosten und Nutzen gegenüber Risiken ganz genau abwägen.

Über Qualität und Risiken wurde ausreichend diskutiert, etwa dass es enorme Preisunterschiede bei den Anwendern gibt und der Nutzungsgrad letztlich über die Gesamtkosten entscheidet.2 Bekannt ist auch, dass vor allem Public Clouds unerwünschten Besuchern Tür und Tor in die Unternehmens-IT öffnen, wenn das Thema IT Security nicht gut genug durchdacht sowie professionell umgesetzt wurde. Für Lösungen und Services aus der Cloud sprechen aber immer auch Argumente, die den betriebswirtschaftlichen Nutzen belegen.

Wer nicht up-to-date ist, zahlt – und zwar ordentlich

Kaum ein Unternehmen kann es sich heute leisten, dass seine Mitarbeiter aufgrund eines auslaufenden Software-Supports (Stichwort Windows XP) oder mangelhafter IT Security (Stichwort Stuxnet) mehrere Stunden oder gar Tage die Unternehmensinfrastruktur nicht nutzen können. Denn abgesehen vom wirtschaftlichen Verlust durch lahmgelegte Email-Server oder im schlimmsten Fall gestoppte Produktionsbänder findet sich auf der Kostenseite grundsätzlich immer auch eine Wartungs- oder Servicegebühr. Diese beträgt durchschnittlich 5 bis 20 Prozent des Anschaffungspreises der Systeme – was bei einem Ausfall gleich doppelt ärgerlich und teuer ist.

Cloud Service + vorausschauende Strategie = Weg frei für die Digitalisierung

Eine Lösung können vollautomatisierte Cloud Services sein. Diese aktualisieren das Microsoft-Office-Paket oder die IT-Security-Lösung, lange bevor Mitarbeiter Dateien im neuen Word-Format nicht mehr öffnen können oder der Computerwurm es sich in den Industrieanlagen gemütlich gemacht hat. Automatisierung, Skalierbarkeit und Verlässlichkeit werden im Moment also immer stärker zu den wichtigsten Pro-Argumenten für den Einsatz dieser Technologie. Darin zeichnet sich eine erfreuliche Entwicklung ab, denn genau das fordert die Digitalisierung von den Unternehmen – und die ist im Kern ja nichts anderes als eine Modernisierung oder ein Change-Prozess, entstanden aus dem Druck, mittelfristig und vor allem langfristig international wettbewerbsfähig zu bleiben.

Mieten ist meist günstiger als kaufen

Das optimale Szenario in einer digitalisierten Welt sieht vor, Kapazitäten – sprich Software, Hardware und Services – bei Bedarf per Knopfdruck einfach selbst (self service) einzukaufen beziehungsweise in der Cloud zu mieten. Dies geschieht somit exakt in dem Umfang und für die Dauer, wie die jeweiligen Dienste benötigt werden. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht passiert dann folgendes: Fixe und meist kontinuierlich steigende Installations-, Pflege-, Wartungs- und Reisekosten sowie Servicegebühren der „alten IT-Welt“ wandeln sich in regelmäßige „Mietzahlungen“ an einen Cloud Provider. Dadurch lassen sich all die Kosten für die Aufwände im gewählten Gesamtpaket (sei es Infrastructure as a Service, Software as a Service oder Platform as a Service) komplett für langfristige organisatorische und finanzielle Planungssicherheit abdecken.

Und genau das ist der Knackpunkt. Auch wenn sich Cloud Computing für das ein oder andere Unternehmen erwiesenermaßen nicht rechnet, vom Gesamtpaket profitieren alle: kontinuierliche Aktualität der Infrastruktur, mehr Sicherheit, schnellere Verfügbarkeit und höhere Skalierbarkeit. Und das sind noch lange nicht alle Posten, die dank Cloud Services wesentlich effizienter und kostengünstiger werden: Denn interne Kosten für das Personal der IT- und Fach-Abteilungen und deren tägliche Aufwände wie Anwendersupport, Beschaffung, Programmierung oder IT Security werden ebenfalls reduziert. Die Effizienz steigt und es bleibt mehr Zeit für die Umsetzung von Kernaufgaben.

Der Nutzen stimmt, die Anwenderzahlen steigen

Diese Vorteile erkennen immer mehr Unternehmen und so haben im vergangenen Jahr in Deutschland bereits 44 Prozent aller Unternehmen Cloud Computing eingesetzt: ein Anstieg um vier Prozentpunkte im Vergleich zu 2013. In fast jedem vierten Unternehmen (24 Prozent) wird der Einsatz bereits geplant oder diskutiert. Für rund ein Drittel (32 Prozent) ist die Nutzung der Technologie derzeit allerdings kein Thema, so das Ergebnis der repräsentativen Umfrage Cloud-Monitor 2015 unter 458 Unternehmen im Auftrag der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG in Zusammenarbeit mit dem Digitalverband Bitkom.3

Heterogene IT-Landschaft vs. hybride Cloud-Infrastruktur

Ein direkter Kostenvergleich zwischen traditioneller IT und dem Einsatz von Cloud Services gelingt auch mit bekannten Mitteln, nämlich der Ermittlung der Total Cost of Ownership (TCO). Klar ist, dass bei On-Premise-Lösungen der Betrieb des Rechenzentrums mit der notwendigen Systemadministration für den Serverbetrieb, den Aufwänden etwa für Lizenzen, Back-up, Kühlung, Energie und den Mietkosten für die Gebäude mit zu berücksichtigen sind. Bei einer Kauf-Lösung fallen neben den Anschaffungskosten zusätzlich noch Finanzierungs-, Personal- und Wartungskosten an. Diese Ausgaben erübrigen sich zum Beispiel bei der Nutzung von Cloud Services als Infrastructure as a Service. Wer eine solche Rechnung beispielhaft für sein Unternehmen ausprobieren möchte, kann hier den Cloud-Kalkulator der Experton Group testen.

Cloud-Wachstumszahlen steigen unbeirrt

Wo die TCO bereits zu einem positiven Ergebnis führte, zeigen folgende Zahlen: Dem Cloud-Monitor 2015 zufolge gehört Cloud Computing in großen Unternehmen ab 500 Mitarbeitern zum Standard. Hier setzen bereits 70 Prozent Cloud-Lösungen ein. Im Mittelstand mit 100 bis 499 Beschäftigten ist es jedes zweite (52 Prozent) Unternehmen und bei kleineren Betrieben mit 20 bis 99 Mitarbeitern liegt der Anteil bei 41 Prozent.4

Es bleibt also noch ausreichend Luft nach oben für einen Paradigmenwechsel, der Nutzern im Umfeld der viel zitierten digitalen Transformation endlich neue Perspektiven eröffnet und Wege ebnet. Beispiele hierfür finden sich etwa in innovativen Szenarien im Umfeld von Industrie 4.0, wie ein industriespezifischer Cloud Service für Predictive Analytics in der Zylinderkopfproduktion eines Automobilherstellers. Damit lassen sich in diesem hochsensiblen Bereich bereits minimalste Parameterabweichung rechtzeitig entdecken und größere Schäden verhindern – bevor eine ganze Charge verschrottet werden muss. Gelingt es den Cloud-Anbietern zudem, ihre Angebote stärker auf die Anforderungen und Bedürfnisse kleiner und mittlerer Unternehmen auszurichten, können sie in den kommenden Jahren mit vollen Auftragsbüchern rechnen.

Cloud Computing Forecast 2014-2018

Wer also endlich zeitraubende und kostenintensive Systemwartungen und operative Aufgaben hinter sich lassen will, um strategisch zu agieren und aktiv Innovationen voranzutreiben, für den kann sich der Einsatz von Cloud-Lösungen nach einer ausführlichen Kosten-Nutzen-Rechnung lohnen.
Wie Cloud Computing im Detail auch neue Geschäftsmodelle ermöglicht, können Sie in diesem Leitfaden nachlesen.

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