Logistik fehlt Know-how für Digitalisierung

Smarte Fabrik braucht smarte Supply Chain

Die Logistik gehört zu den größten Wirtschaftssektoren Deutschlands. Die Branche verzeichnete 2017 rund drei Millionen Beschäftigte, einen Umsatz von etwa 263 Milliarden Euro und zahlreiche Start-up Gründungen. Der Aufschwung der Logistik hat auch erheblichen Einfluss auf die Volkswirtschaft in Deutschland. In Sachen Digitalisierung jedoch befindet sich die Branche aktuell noch im REM-Schlaf. Ohne entsprechende Digitalisierungsprojekte wird es aber künftig kaum möglich sein, den steigenden Kundenanforderungen in Bezug auf Produktverfügbarkeit und Preisen gerecht zu werden.

52 Prozent der Unternehmen im Bereich Verkehr und Logistik sind der Meinung, dass eine Digitalisierung des eigenen Unternehmens nicht notwendig ist. Das geht aus dem Monitoring-Report „Wirtschaft Digital 2017“1 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie hervor. Diese Einschätzung der Branche hinterlässt einen etwas bitteren Nachgeschmack. Immerhin ist die Logistik unmittelbar mit der Vision der smarten Fabrik verbunden. Nur wenn alle betroffenen Bereiche digitalisiert sind, lässt sich die Vision vollends umsetzen. Der Status quo ist nach dem Report: Beim Vergleich von elf Branchen liegt der Bereich Transport und Logistik aktuell mit gerade einmal 40 Indexpunkten auf Rang zehn von elf. Noch niedriger digitalisiert ist lediglich das Gesundheitswesen (37 Indexpunkte).

Unternehmen gefährden ihre Existenz

Eine Studie von EY (Ernst & Young) kommt zu dem Ergebnis, dass insbesondere der Fachkräftemangel und fehlendes Know-how im Mittelstand die Digitalisierung ausbremst.2 „Die digitale Zweiklassengesellschaft verfestigt sich. Einige erfolgreiche Unternehmen nutzen längst beherzt die Chancen, die ihnen digitale Technologien bieten, stellen beispielsweise die Lieferanten- und die Kundenbeziehungen konsequent auf digitale Technologien um und können ihre Marktposition ausbauen“, erklärt Michael Marbler, Partner bei EY. „Auf der anderen Seite warten immer noch viele Unternehmen ab und zögern die notwendigen Investitionen hinaus. Die ausbleibende Digitalisierung bei diesen Unternehmen kann sich schnell rächen. Im schlimmsten Fall ist sogar die Existenz in Gefahr, wenn die Unternehmen den Anschluss an den Wettbewerb verlieren oder wenn unerwartet neue Konkurrenten mit digitalen Lösungen auftauchen und etablierte Geschäftsbeziehungen gefährden.“

Warum es wichtig ist, nicht nur auf entsprechende Technik zu setzen, sondern auch auf die richtigen Mitarbeiter, lesen Sie in diesem Whitepaper.

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1 Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: „Monitoring-Report: Wirtschaft DIGITAL 2017“, www.bmwi.de/Redaktion/DE/Publikationen/Digitale-Welt/monitoring-report-wirtschaft-digital.html, 2017
2 Ernst & Young GmbH: „Studie: Digitalisierung im deutschen Mittelstand: Befragungsergebnisse“, www.ey.com/de/de/newsroom/news-releases/ey-20180318-fachkraeftemangel-bremst-digitalisierung-im-mittelstand-aus, 2018

Bildquelle: ©fotolia; small smiles

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