Data Scientists im Einzelhandel

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Denkt der Handel digital genug?

Systematische Datenauswertung wird für den Einzelhandel immer unverzichtbarer. Extrembeispiele wie Amazon Go zeigen, wohin die Reise geht: Den stationären Laden in Seattle können Kunden erst betreten, nachdem sie sich die zugehörige App plus Online-Konto zugelegt haben. Kameras und Sensoren verfolgen pausenlos die Einkäufe, Retouren und Bewegungen. Kassen und Bargeld sind überflüssig, Echtzeitdaten zum Auswerten im Überfluss vorhanden. Auch für kleinere Händler, die weniger Aufwand betreiben, ist es lukrativ, verlässliche Kundendaten zu haben und auswerten zu können. Denn mit ihnen lassen sich kurzfristige, flexible Entscheidungen ebenso begründen wie langfristige, strategische: Was interessiert die Kundschaft heute, morgen, diese Woche? Was lagere und verkaufe ich die nächsten Monate? Gibt es absehbare Ladenhüter, für die ich Verträge mit langen Laufzeiten habe?

Data Scientists im Einzelhandel

Richtig investieren dank kluger Auswertung

Immer häufiger tauchen Berufsbezeichnungen wie Data Scientist auch in Stellengesuchen von Mittelständlern auf. Denn: Es reicht ja nicht, planlos Daten zu sammeln – erst in Verbindung mit der richtigen Fragestellung und Technik lassen sich aus ihnen Handlungsempfehlungen für den Einkauf, das Marketing oder die Standortsuche ableiten. Was ist den Leuten wichtig, wenn sie sich im Laden aufhalten und was auf der Website? Ist es für die geplante neue Filiale überhaupt relevant, Autoparkplätze zu haben? Ein Datenspezialist kann eigene Kundenbefragungen mit externen Datenbeständen in Verbindung bringen, Bauchgefühle bestätigen oder widerlegen und begründete Prognosen abgeben. Richtig eingesetzt, reduziert er Fehlinvestitionen und erhöht Erfolgschancen.

Handel nimmt Digitalisierung ernst

Die deutschen Einzelhändler haben die Potenziale von professionellem Datenmanagement möglicherweise stärker auf dem Schirm als Unternehmen anderer Sparten: „In keiner anderen Branche ist der Zugang und Einsatz von Daten entscheidender für Erfolg oder Misserfolg eines Unternehmens“, schreibt der Handelsverband Deutschland. „Personalisierte Angebote, Verhaltensprognosen, Ressourceneinsatz werden von intelligenten Algorithmen analysiert und gesteuert.“  Entsprechend beobachtet der Verband sehr genau die Zuwächse des Online-Handels, ruft die Politik auf, E-Commerce und Werbung nicht durch Datenschutzbestimmungen zu behindern, und appelliert an seine Mitglieder, die digitale Revolution nicht zu verschlafen.

Der Branche insgesamt attestierte das Bundesministerium für Wirtschaft 2016 und 2017 mehr Digitalpower als etwa dem Fahrzeugbau oder der Pharmaindustrie. Das heißt in Zahlen: Der Leistungsstand liegt bei 55 Prozent.  Vier von zehn befragten Unternehmen planen, im Jahr 2022 mehr als 10 Prozent ihres Gesamtumsatzes in die Digitalisierung zu investieren. Einige Einzelhändler stehen allerdings erst ganz am Anfang der digitalen Transformation; das Monitoring des Ministeriums ergab beispielsweise, dass bei fast jedem zweiten befragten Händler kein einziger Mitarbeiter Cloud- oder Big-Data-Anwendungen nutzte. Andere sind den ersten Schritt gegangen, haben nun aber Sorge, aufs falsche Pferd zu setzen. Zum typischen Dilemma könnte diese Frage werden: Lohnt es sich bei meiner Infrastruktur wirklich in Datenspezialisten zu investieren?

Unser Leitfaden kann solche Entscheidungen möglicherweise etwas erleichtern. Er soll dabei helfen, die Daten in den Griff zu kriegen.

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